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HowTo – Ext3 FS für den Einsatz mit einem USB Stick optimieren

Problem:
Ich möchte einen 2GB USB-Stick mit ext3 formatieren und dauerhaft mit einer Fritzbox nutzen. Gibt es mögliche Optimierungen für diesen UseCase?

Lösung:
Ja, bzw. sollte! =)
Die Partitionierung und Formatierung kann der Bequemlichkeit halber mit gparted durchgeführt werden. Soweit – sogut.
Im Anschluss sollte man die manpage des Tools „tune2fs“ studieren, um das jeweilige Filesystem (je Partition!) zu tunen.
Nach der Erstellung und Formatierung der Partition mittels gparted hat man folgenden Zustand:

user@hostname:~$ sudo tune2fs -l /dev/sde1
tune2fs 1.42.9 (4-Feb-2014)
Filesystem volume name: rootfs
Last mounted on:
Filesystem UUID: d34e5d7a-e3c6-4cbe-8ac4-39b979352331
Filesystem magic number: 0xEF53
Filesystem revision #: 1 (dynamic)
Filesystem features: has_journal ext_attr resize_inode dir_index filetype sparse_super
Filesystem flags: signed_directory_hash
Default mount options: user_xattr acl
Filesystem state: clean
Errors behavior: Continue
Filesystem OS type: Linux
Inode count: 128016
Block count: 512000
Reserved block count: 25600
Free blocks: 485301
Free inodes: 128005
First block: 1
Block size: 1024
Fragment size: 1024
Reserved GDT blocks: 256
Blocks per group: 8192
Fragments per group: 8192
Inodes per group: 2032
Inode blocks per group: 254
Filesystem created: Sun Mar 23 14:17:53 2014
Last mount time: n/a
Last write time: Sun Mar 23 14:17:58 2014
Mount count: 0
Maximum mount count: -1
Last checked: Sun Mar 23 14:17:53 2014
Check interval: 0 ()
Reserved blocks uid: 0 (user root)
Reserved blocks gid: 0 (group root)
First inode: 11
Inode size: 128
Journal inode: 8
Default directory hash: half_md4
Directory Hash Seed: d0ba6c40-c20c-40b9-bd25-08a7a32940a4
Journal backup: inode blocks

Ich lege euch ans Herz, die nachfolgend verwendeten Optionen in Eurem Fall DOPPELT zu prüfen. Ich warne ausdrücklich und gebe keine Garantie auf Richtigkeit – das jedoch gilt ja eh für den ganzen Blog. tune2fs kann auch nachträglich verwendet werden. In einem solchen Fall sollte man sich immer vergewissern, dass ein aktuelles Backup vorliegt.
Das Device ist natürlich entsprechend den Gegebenheiten anzupassen.


sudo tune2fs -m 0 -o journal_data_writeback,^acl,^user_xattr -c 0 -i 52w /dev/sde1

Ausgabe:

tune2fs 1.42.9 (4-Feb-2014)
Die maximale Anzahl von Einhängungen wird auf -1 gesetzt
Das Intervall zwischen zwei Checks wird auf 31449600 Sekunden gesetzt
Der Prozentsatz reservierter Böcke wird auf 0% (0 Blöcke) gesetzt

Ich erläutere kurz, was ich mir hier gedacht habe:

# reservierter Speicher auf null setzen, sollte bei einem RootFS sinnvoll gesetzt werden
-m 0
# Entfernen von acl und xattr, und das FS Journal wird nicht so streng gehandhabt
# dadurch arbeitet der Stick etwas schneller im Vergleich zum Standard
# INFORMIERT EUCH ÜBER DIE AUSWIRKUNG DER OPTION!!
-o journal_data_writeback,^acl,^user_xattr
# automatischen fsck nach x Tagen deaktivieren
-c 0
# alle 52 Wochen wird aber ein fsck forciert, fürs Gewissen 😉
-i 52w