Schlagwort-Archiv: Software

Adobe After Effects beendet sich beim Rendern

Wer im Besitz von After Effects CS4 ist und dies auf einem aktuellen Mac mit reichlich „Dampf“ betreibt – traut seinen Augen nicht wenn AE im laufenden Betrieb beim Rendern abstürzt. Ein Haufen Geld bezahlt – und dann sowas bei der essentiellen Aufgabe des Programms.
Folgende Dinge sollten beachtet werden:

1. Regelmäßig Systemupdates einspielen – gerade mit 10.6.2 wurden Dinge gefixt, welche auch Final Cut in der Funktion beeinträchtigten.

2. Updates von Adobe selbst regelmäßig prüfen – AE sollte mind. in der Version 9.0.2 vorliegen. Sollte dem nicht so sein, dann hilft bestimmt ein Blick auf die Adobeeigene AE Seite – hier findet man das Update und entsprechende Hinweise bzgl. gefixter Dinge.

3. AE will richtig konfiguriert werden – auf der Adobe Hilfe Seite findet man einige Hinweise – es lohnt sich tatsächlich dort etwas zu stöbern wie zB Seiten bzgl. Memory oder Leistung zeigen. Ein Studium dieser wichtigen Einstellungen ist für ein gutes und schnelles Ergebnis unabdingbar!!

4. Zuletzt gibt es tatsächlich versteckte Optionen in AE – mit gedrückter Shift-Taste begibt man sich also ins Menü und wählt Bearbeiten > Voreinstellungen > Allgemein aus – hier erscheint nun tatsächlich im Dropdown Menü die Option Versteckt! Diesen Hinweis konnte ich in der allgemeinen Hilfe von Adobe nicht finden. Hier ist es möglich den Ebenencache einzustellen bzw. zu deaktivieren und zum Beispiel nach einer bestimmten Framezahl den Speicher zu leeren. Hier muss man ein wenig experimentieren um für sich den richtigen Wert zu finden. Dies jedenfalls hilft dem Speichermanagement, verlängert allerdings das Rendering etwas.

Nach Beachtung all dieser Dinge konnte AE endlich voll zum Einsatz kommen und Medien korrekt rendern.

Buttons in Eclipse reagieren nicht richtig

Ein Phänomen, welches Entwickler verdutzt – Buttons in Eclipse lassen sich nicht mehr klicken.
Der Grund: Ein Update von GTK in Debian Squeeze auf Version 2.18 mit neuen Features ist schuld an der Misere.
Einen Überblick über die Veränderung und der damit einhergehenden Möglichkeit der Abhilfe bekommt man auf der Entwicklerseite von Gnome selbst.
http://library.gnome.org/devel/gtk/2.18/gtk-migrating-ClientSideWindows.html
Hier wird die Variable GDK_NATIVE_WINDOWS vorgestellt, welche Abhilfe leisten soll.
Auf dem Gnome Blog findet sich auch ein Video, welches eine der neuen Errungenschaften von GTK 2.18 eindrucksvoll zeigt.

Bei Eclipse wird man ebenfalls fündig – Bug 291257 beschreibt dieses Problem und mögliche Abhilfen.
Wichtig sind die Hinweise die genannte Variable NICHT global zu deklarieren – sondern immer nur für die entsprechende Eclipse-Instanz. Problematisch dabei: Wer Updates macht oder den Workspace ändert muss erneut mit defekten Knöpfen rechnen. Diese Vorgänge starten nämlich Eclipse erneut so dass die zuvor gesetzte Variable nicht mehr gilt.
Mit Eclipse 3.6 soll dieses Problem spätestens behoben sein – bis dahin sollten im Zweifel Tastenshortcuts genutzt werden. 😉

GParted – Extended record needed

Um Partitionen auf Festplatten zu Resizen oder zu verschieben, greife ich gerne auf das Opensource Tool GParted bzw die erhältliche Live-CD zurück. Diese funktioniert einwandfrei, wenn man genau weiss was man tut!
Heute hat zum ersten Mal GParted beim Resizen einer logischen NTFS Partition den Dienst mit folgender Meldung verweigert:

Extended record needed (1048>1024),not yet supported.
Please try less free space.

Der Wert x >1024 kann variieren, wie ich durch Versuchsläufe feststellen konnte.

Zuerst dachte ich an ein „schmutziges“ NTFS Logfile, manuelles ntfsfix brachte allerdings keine Besserung. Nun gut, selbiges führt wohl auch GParted zurecht zu Beginn einer Modifikation durch.

Platz war ebenfalls reichlich auf der zu verkleinernden Partition vorhanden – dies konnte also nicht das Problem sein.

Durch Verändern der abzutrennenden Größe konnte zumindest der Zahlenwert variieren – jedoch immer „> 1024“ – somit also auch kein befriedigendes Ergebnis.

Erst eine Defragmentierung des betroffenen Laufwerkes unter Windows brachte den gewünschten Effekt und die Partition konnte nach belieben, wie gewohnt, modifiziert werden.

Die GParted Live-CD sollte zusammen mit der CloneZilla Live-CD zur Standardausrüstung eines jeden Administrators gehören.

Lightscribe für Linux

Viele neuere Brenner haben die Technologie eingebaut – Lightscribe, Disc Labeling.
Um diese Funktion auch unter GNU Debian nutzen zu können, muss nachfolgendes getan werden. Ich erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, jedoch ist es wichtig, den Weg und die Quellen bei Bedarf zur Hand zu haben.

Wer also nach Lightscribe sucht, wird sehr schnell auf die Herstellerhomepage http://www.lightscribe.com/ gelangen. Dort kann man sich direkt im Downloadbereich umsehen – jawohl, es gibt Linuxdownloads hier!
Zuerst besorge ich mir die Systemsoftware, welche als RPM sowie auch DEB Paket zum Download bereit stehen. Mit den üblichen Boardmitteln ist das DEB Paket auch schnell und problemfrei installiert.

Auf der gleichen Seite ist auch eine Labeling-Software verfügbar – diese muss für erste Schritte genügen. Auch dies ist wieder als RPM und DEB Paket verfügbar und genau so einfach installiert.

Eine Integration in vorhandene Menüs findet nicht statt, man muss die Anwendung über das Terminal starten. Nach /opt/lightscribeApplications/SimpleLabeler gewechselt und ./SimpleLabeler ausgeführt – schon startet das Programm.

Nach wenigen Klicks zeigt sich leider ein gravierender Mangel – Fotos zu Labeln ist mit diesem Programm nicht möglich.
Die Webseite zeigt, mit welchen Programmen dies möglich sein soll – Brasero jedenfalls ist nicht dabei 🙁

Auf der Seite von Lacie ist auch ein Labeling Programm zu finden – dies soll sich wohl mit dem KDE Burnapp k3b gut „verstehen“. Leider gibt es das Programm hier nur als RPM zum Download – d.h. es muss anschliessend noch mittels „alien“ zu einem DEB File transferiert und installiert werden.

sudo alien –to-deb -v 4L-1.0-r6.i586.rpm;sudo dpkg -i 4l_1.0-1_i386.deb

Auch dieses Programm erstellt keine Shortcuts im Menü, so dass man dieses ebenfalls nur über das Terminal mit 4L-gui die Applikation starten kann. Wenigstens ist das Binary innerhalb der gewohnten Verzeichnisse installiert und daher auch im PATH zu finden.
Mit diesm App kann man nun verschiedene Bildformate auf die Scheibe drucken – so wie man sich das vorstellt!
Wichtig: Dies geht nur als root oder mit vergleichbaren Berechtigungen für diese Applikation.
Happy burning!

Fehler 741 bei VPN Verbindung

Die gute alte VPN Verbindung unter Windows XP – immer für einen Scherz zu haben.

Heute gab es für mich wieder einen Lacher, Rubrik *featurerich* definitiv!

Es klagte jmd über das nicht zustandekommen der VPN Verbindung, Server ist ein einfacher PPTP Daemon unter Linux Debian mit 128bit und Chap-v2 – was halt eben angesagt ist…

Der genannte Fehler:

Fehler 741: Der lokale Computer unterstützt den angeforderten Datenverschlüsselungstyp nicht.

Nun kommen wir direkt zur Lösung… im Netz konnte ich eine funktionierende Anleitung bei diesem Fehler finden, welche folgendes vorschlägt:

In die Einstellungen des VPN-Eintrages gehen, alle Laschen durchgehen und dann „OK“ drücken. Danach funktioniert die Verschlüsselung problemlos, ohne dass ein Wert im Eintrag geändert wurde!

Quelle

Nicht der Ernst, oder…?

Anschliessend hat es tatsächlich wieder funktioniert und der Betroffene (welcher den Fehler selbst behoben hat) hat ganz schön blöd geschaut *ggg*

Herlich!

pidgin kann nicht zu icq connecten

Seit gestern abend ist es für Debian Lenny/Stable Benutzer nicht mehr möglich, sich mit dem IM Pidgin (v.2.4.3) ins ICQ Netzwerk einzuklinken.

Es handelt sich, wie schon öfter vorgekommen, um ein Protokollupdate von ICQ selbst.

Um diesem Mißstand entgegenzuwirken, kann man als Benutzer mit sudo-Rechten folgende Anleitung befolgen:

Dazu müssen in der source.list von apt die deb-src Einträge vorhanden sein!

apt-get source libpurple0
sudo apt-get build-dep pidgin
cd pidgin-2.4.3
wget http://home.arcor.de/orgerwg/2.4.3-icq.patch
patch -p0 < 2.4.3-icq.patch
fakeroot dpkg-buildpackage
cd ..
sudo dpkg -i libpurple0_2.4.3-4_i386.deb

Wir hoffen, dass der Patch bald per Debianupdate zur Verfügung steht!

Ein dickes Danke an den Patchverfasser!

Large Files mit Sambaclients

Wer größere Dateibrocken wie zB ISOs mittels Samba, respektive Netzfreigaben, übertragen möchte, der wird schnell feststellen, dass ab einer Größe von 2GB der Dateitransfer abgebrochen wird.

Um dies zu beheben, muss man sich mittels lfs (large file support) zu helfen wissen.

Diese Unterstützung kann man mit dem Optionsschalter anfordern.

Beispiel:

mount -t smbfs -o lfs,username=xepter //rechner/freigabe /mnt/sambashare

Jumboframes – Gigabit-Ethernet

Heutzutage sind sie ja schon sehr gängig, Gigabit Netzwerkkarten in Rechnern und die Gigabit Switches sind mittlerweile auch bezahlbar.

Nun stellt sich wie immer die Frage: Kann man da noch etwas optimieren?

In der Regel gilt: Man kann!

Um mich kurz zu halten – hier meine Variante des Netzwerkfluß-Tunings:

Die Übertragungsgeschwindigkeit wird durch den MTU Wert der Netzwerkkarte definiert.

Dieser Wert definiert also die maximale Rahmengröße für die jeweilige Verbindung.  Der ein oder andere kann sich vllt. an einen geänderten MTU Wert für die DSL Verbindung erinnern. Dort hat man, um die Fehlerrate gering zu halten, den MTU Wert von 1500 auf 1492 gesenkt.

Zweifelsfrei ist also ein MTU Wert von 1500 der gängige Standard fürs 10/100 Ethernet.

Wie schaut das nun beim Gigabit aus?

Hier kann man, davon muss man ausgehen, den Wert erhöhen um eine bessere Nutzung der möglichen Übertragungsleistung zu erzielen.

Es wird auf manchen Seiten von einem MTU-Wert von 9000 gesprochen, dies ist natürlich eine imense Vergrößerung und dürfte der „Anschlag“ im Gigabit-Bereich sein. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein homogenes Gigabit-Netz handelt, d.h. alle Geräte mit solchen Frames umgehen können.

In meinem persönlichen Fall möchte ich ein NAS per Crossover-Gigabit-Leitung an einen Server anbinden, natürlich mit maximalem Durchsatzvermögen.

Im Webinterface des NAS’s kann ich in diesem Fall die Jumboframes aktivieren und nach einem Neustart kann ich über SSH folgenden MTU-Wert dort ablesen:  7936

Ergo wird die Gegenstelle (mein Debian Server – eth1) den selbigen MTU-Wert zugewiesen bekommen.

Unter Linux/Debian kann man dies, wie im folgenden beschrieben, erreichen und vor allem auch nach jedem Neustart des Interfaces wieder automatisch setzen lassen…

Zuerst einmal wollen wir den Wert temporär setzen um die Veränderung wahrzunehmen:

ifconfig eth1 mtu 7936

Den gesetzten Wert kann man sofort via ifconfig überprüfen.

Um den Wert nun dauerhaft für diese Verbindung zu definieren, so kann man in „man interfaces“ lesen, sollte die IP Adresse statisch (static) definiert sein.

Die zusätzliche Option „mtu <wert>“  in der Netzwerkkonfiguration genügt für diesen Fall! Hier mein Beispiel:

auto eth1
iface eth1 inet static
address 192.168.200.200
netmask 255.255.255.0
mtu 7936

Dann ist es auch möglich der Netzwerkkarte über diesen Weg den MTU-Wert zuzuweisen.

Bei anderen, Red-Hat-basierenden Systemen sollte das Analog funktionieren. Ist aber ungetestet. Zudem konnte ich noch lesen, dass bei diesen Systemen der Wert auch in die  „/etc/sysconfig/network-script/ifcfg-ethX" eingetragen werden kann.

Wichtig: Der maximale MTU-Wert kann Geräteabhängig sein!! Es gibt Netgear Karten die nur eine max. MTU von 7500 erlauben. Auch von Chipsätzen mit max. 7200 konnte ich lesen.

Ich denke also, dass ein Wert von 7000 an jedem Gerät funktionieren sollte. Probiert es einfach aus oder lest die jeweiligen Herstellerspezifikationen.