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CUPS Weboberfläche im Netzwerk freigeben

Problem:
Ich habe einen Druckserver und möchte das Webinterface vom lokalen Netzwerk aus nutzen.

Lösung:
Früher durfte man die cupsd.conf bearbeiten, heute aber kann man das Webinterface via sudo cupsctl --remote-admin im Netzwerk freigeben.
Wen die Paranoia plagt, der kann nach getaner Arbeit das Webinterface wieder fürs Netz deaktivieren.sudo cupsctl --no-remote-admin

Epson’s Unbekannter Druckerfehler

Ein Bekannter meldete sich kürzlich bei mir da er Probleme mit seinem A3 Drucker hatte.

Er berichtete, dass die Lämpchen am Drucker wie wild blinken würden. Er hat sich das Handbuch von Epson herunter geladen und die Fehlerbeschreibungen durchgesehen. Tatsächlich war ein solchen Phänomen in der Fehlerliste zu finden – mit der Beschreibung „Unbekannter Druckerfehler“! So so, es gibt also eine Fehlermeldung von Epson welche einen unbekannten Fehler anzeigt. Ist es nicht so, dass in der Regel die Fehlermeldungen aufgrund von Sensormeldungen auftauchen? Papierstau, Patrone leer – was auch immer, aber bei einem Fehler kann doch nicht *Unbekannter Druckerfehler* die Beschreibung sein?!! Der Zusatz *wenden Sie sich an Ihren authorisierten Fachhändler* ist natürlich auch nicht zu verachten.

Ich , ein herzensguter Mensch, wollte mir natürlich selbst ein Bild davon machen, wer weiss, vielleicht war ja doch wieder der Benutzer schuld an der Geschichte.

Schliesslich vor Ort hab ich mir das mal angesehen, das Blinken & die Fehlerbeschreibung im Handbuch – nicht zu glauben – es handelt sich um diesen Fehler.

Nun gut, was hat man in einer solchen Situation für eine Wahl als Endbenutzer? Zum nächsten Händler fahren und ein Gerät von 2001 reparieren zu lassen ist die schlechte Wahl! Bleibt nur ein Neukauf…

Wenn da nicht Google wäre! Da fand ich kurzerhand einige archivierte Forenbeiträge, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Zweifelsfrei wird dort von einer Abzocke seitens Epson gesprochen – Consumer Abzocke im großen Stil! Es war/ist wohl normal bei Geräten dieser Firma – diese beinhalten einen Seitencounter – und nach einer gewissen Anzahl von Seiten – sperrt sich der Drucker.

Angeblich scheint das ein Schutzmechanismus bzgl eines *Alttintenbehälters* zu sein – da ich aber unwissend den Drucker auch über Kopf gekippt habe und nicht voll mit Tinte begossen wurde, stehe ich dem kritisch entgegen.

Manche Leute berichteten von einem Kontakt mit der Epson Hotline – bestrebt den Fehler zu beheben. Ihnen wurde in aller Regel der Druckertot diagnostiziert und ein Neukauf nahe gelegt. Was für eine Strategie ist denn das bitte??

Zum glücklichen Teil der Geschichte komme ich jetzt:

Ich konnte eine russische Seite (englische Version) ausfindig machen, welche ein Tool zum Rücksetzen des Counters anbietet. Herrlich!! *ggg*

Hier werden auch noch die unterstützten Modelle aufgelistet, vllt is ja auch Euer Drucker davon betroffen?!

Schaut es Euch einfach mal an, mir bzw. dem Bekannten hat es jedenfalls geholfen! Ich war baff über die Epson’sche Dreistheit und er war einfach nur fröhlich weil er sich keinen neuen Drucker kaufen muss.

Es gab nur einen Trick dabei: man musste die gewünschte Aktion noch während der Initialisierung ausführen, blinken erst die Lämpchen reagiert auch der Drucker auf keine Eingaben mehr 😉

Es handelte sich um den Protection Counter,  den Menüpunkt findet man im Kontextmenü des Tools nachdem es in der Leiste rechts unten zu finden ist. Ich finde es etwas merkwürdig konzeptioniert – kann aber wohl auch das normale Statusmenü der Epsondrucker ersetzen.

Epson-5700l und Cups

Schon längst habe ich einen Laserdrucker der Marke Epson, Modell 5700L welchen ich bisher nur unter Windows anständig zum Laufen bringen konnte.

Ich habe es an meinem Laptop ausprobiert, aber hier wird schlichtweg die USB Unterstützung des Druckers ignoriert, einen Parallelanschluss besitzt dieser Laptop nicht. Jedenfalls habe ich bisher über Umwege meine Dokumente gedruckt, ist zwar etwas schäbig – hat aber funktioniert.

Nun gut, seit kurzem habe ich mir einen kleinen Router geschneidert, denn ich möchte im Wohnheim nicht den möglichen und potentiellen Scriptkiddies im WLAN zum Opfer fallen. Ich benutze produktiv zwar kein Windows was mich ja generell bei der geringen Anzahl von Studenten in meinem Netz bzgl. Attacken auch weniger stört, denoch habe ich den Anspruch hier meine eigene, kabelgebundene Hoheit mittels eines Routers zu delegieren. Dieser sitzt also in der DMZ des Routers und somit habe ich alle Möglichkeiten offen die mir das WWW so bietet – soviel mal am Rande.

Da diese Kiste ja sogut wie immer läuft, bietet es sich an dort auch den Drucker einzurichten, bzw. den Versuch erneut zu starten da der „Kleine“ auch noch einen Parallelport besitzt.

Also auf ein Neues!

Via Aptitude gleich cups und cups-pdf installiert und schon muss die erste Hürde genommen werden – denn die CUPS Adminoberfläche kann nur via Localhost erreicht werden, ich habe jedoch gar kein X-Server auf der Kiste. Die Foomatic Druckerdatenbank mit Treibern wird auch gleich installiert, dies ist nötig um die Abhängigkeiten zu erfüllen.

Folglich müssen erste Anpassungen in der /etc/cups/cupsd.conf gemacht werden:

Hier muss also der

Listen 127.0.0.1

auskommentiert oder ersetzt werden durch

Port 631

um auf allen lokalen Interfaces zu lauschen.

Ein flotter Serverrestart und schon hat man Zugriff auf die Oberfläche mittels https://ipadresse:631/admin

Am besten gleich per https verbinden, den Druckereinstellungen dürfen nur über https vorgenommen werden. Meinen Benutzer habe ich in die lpadmin Gruppe eingebunden damit auch hier der Zugriff stimmt. adduser benutzer lpadmin – und ich bin drin!

Auf zu den Druckern, Drucker suchen – und schon sehe ich den Cups-PDF und meinen geliebten Epson zur Wahl stehen. Erstmal den PDF Drucker hinzugefügt, Hersteller Generic und dann Cups-PDF – fertig!

Noch ein Testdruck – hat funktioniert – ich bin mal wieder begeistert 😉

Nun zu meinem Laserdrucker – ist ja nicht das erste Mal… also gleiches Spiel – Drucker suchen, Drucker auswählen und schon bekomme ich eine Liste angezeigt – jedoch taucht mein Drucker dort nicht auf – wie erwartet. Nun gut, Debian hat ja noch andere Druckerdatenbanken zur Installation freigegeben. Kurzer Research und mittels aptitude das Paket cups-driver-gutenprint installiert. cups neugestartet und die Prozedur auf ein Neues durchgezogen.

Drucker suchen, fortfahren, Hersteller wählen und da hab ich auch schon meinen Drucker in der Liste. Irgendwie lässt sich das Ding aber nicht installieren und mein Drucker quittiert den folgenden Testdruck mit der roten Fehler LED – Drucker aus – an – try again. Naja, das macht man dann 5 mal, und googlet während dessen mal wild drauf los – vllt. finde ich ja diesmal DIE Lösung.

Wie immer jedoch, ich finde alles, nur keine richtige Hilfe zu dem Problem. Ich stolpere über irgendwelche Workarounds um das USB Device gangbar zu machen, jedoch hab ich da keine Lust drauf.

Eine weitere Stunde später dann – werde ich fündig!!

Es gibt tatsächlich ein Projekt bei Sourceforge namens epsonepl das sich dem Problem angenommen hat. *juhu*

Hoffen wir dass es funktioniert… 😉 Also erstmal den cups-driver-gutenprint wieder gepurged, eine wirkliche Hilfe und Notwendigkeit scheint das ja nicht zu sein. Schliesslich hole ich mir die epsoneplijs-0.4.1.tgz auf den Druckserver, entpacke eilig und führe das gewohnte Prozedere durch. ./configure; make; make install und die nötigsten Dinge sind erledigt. Wie gewohnt eifrig widme ich mich nach einem cups restart wieder dem Webinterface – aber hier ist wohl nichts passiert. *grübel*

Nun, um die Sache auf den Punkt zu bringen und nicht all meine hilflosen Versuche zu dokumentieren – hier *the way to do*

Nach einem durchgeführten make install muss noch eine Kleinigkeit beachtet werden. Man muss zuerst mittels

mkdir -p /usr/share/cups/model/foomatic-ppds/Epson/

den Zielordner erstellen und sich dann des BEILIEGENDEN Scripts im epsoneplijs-0.4.1/foomatic_scripts/ bedienen. Ein ./install_debian füttert die locale Foomatic-DB mit den neuen Daten und kopiert die notwendigen Dateien in den eben erstellten Ordner. Auf meinem Rechner war dieser Ordner nicht vorhanden, daher erstellt ihn lieber gleich händisch! 😉

Nun konnte ich nach einem weiteren cups restart verwundert die neuen Einträge in der Weboberfläche bewundern. Drucker hinzufügen – auswählen – fertig. Nun war auch ein erster Testseitenausdruck möglich – das erste Mal via Cups!! Wenn ich mal Laune habe, werd ich es vllt nochmal mit der USB Variante versuchen – vorerst genügt mir das so aber voll und ganz! *Happy!!*

Ich lege hier noch den Sourcecode von der genannten Seite ab, dann finde ich ihn auch immer wieder.

Viel Erfolg!