Paint.NET – Linuxversion

Wer unter Windows gerne paint.NET verwendet und dieses unter Linux vermisst – dem kann nun geholfen werden!
Es existiert ein mono-port von paint.net, aktuell in Version 0.1.63. Die Sources sind unter http://code.google.com/p/paint-mono/ zu haben.
Um die Binary zu erstellen, müssen zuvor ein paar Dinge auf dem System installiert werden.Mit

aptitude install libmono-system-runtime2.0-cil libmono-winforms2.0-cil mono-2.0-devel

wird benötigtes installiert.
Nun kann die Applikation gebaut werden.

cd /usr/src
wget http://paint-mono.googlecode.com/files/paintdotnet-0.1.63.tar.gz
tar xzf paintdotnet-0.1.63.tar.gz
cd paintdotnet-0.1.63
./configure;make;make install

Jetzt ist „paintdotnet“ als Systembefehl verfügbar! Happy Painting!

Debian – Architekturwechsel

Wer sein Debian von 32bit auf 64bit umstellen möchte, wird sich umschauen! Meist wird eine Neuinstallation empfohlen.
Wer dennoch die nötigen „Eier“ und etwas Zeit mitbringt, kann sich die folgenden Links etwas genauer anschauen.

alioth.debian.org
WARNING 😉

Viel Erfolg vorab – ich werde die Umstellung demnächst auf einem Testsystem vollziehen – insofern kann ich bisher keine Auskunft über Qualität des speziellen Artikels geben!

Samba und OSX 10.5

Zweifelsfrei sind Mac Rechner unter den Kollegen sehr beliebt.
Nachdem aber jetzt 2 aktuelle Modelle mit OSX 10.5 Einzug gehalten haben, bin ich unschlüssig ob ich das OS nach wie vor für „ach-wie-toll“ halten soll.

Ich beziehe mich hier auf den Umgang mit Sambafreigaben – diese gibt es hier zu Hauf. Seit neustem werden immer öfter Schreie laut – Zugriff verweigert – man könne nicht umbenennen und weiss der Teufel…

Nun – wieso ist dem so? Sämtliche Sambashares geben doch über „directory mask“ und „create mask“ den Takt vor?! An einem Beispielshare habe ich das dann mal exorziert und zelebriert. Ich musste mich kurzzeitig auch fragen, für was Optionen wie „force directory mode“ und „force create mode“ überhaupt existieren.

Das tolle Apfel-OS legt konsequent Ordner an, bei welchen g+w NICHT gesetzt ist – trotz sambaseitiger Aufforderung mittels eben genannten Methoden – „einfach“ 0775 – scheinbar unmöglich.

Zum Glück gibt es in den Untiefen der smb.conf(5) einen komischerweise passenden Eintrag:

unix extensions (G)
This boolean parameter controls whether Samba implements the CIFS UNIX extensions, as defined by HP. These extensions enable Samba to better serve UNIX CIFS clients by supporting features such as symbolic links, hard links, etc… These extensions require a similarly enabled client, and are of no current use to Windows clients.
Default: unix extensions = yes

Weiterer Versuch – setzen wir doch diesen Wert mal auf NO – die Windowsclients werden es ja wohl eh nicht mitbekommen.
Leider quittiert im Gegenzug der OSX Finder diese Aktion mit Fehlern wie -1407 oder -36.
Wenn aber alle Laufwerke getrennt und frisch angegangen werden – werden tatsächlich die Ordner endlich mit gewünschter Berechtigung angelegt. Apfel und Samba – hier ist der Wurm drin 😉

Zu erwähnen sei noch folgendes: Hier läuft Debian Squeeze – somit Samba in Version 3.4.3

Update: http://bitfuck.net/2009/05/19/apple-mac-os-105-leopard-und-samba-shares/
Hier gibts erschreckend ähnliches zu lesen.

Blockdatei mit Dateisystem

Wer, aus welchen Gründen auch immer, eine Datei mit Dateisystem erstellen möchte, kann dies in wenigen Schritten tun.

Erstellen der Datei:
Festplatten haben idR eine Blockgröße von 512kb – diesen Wert übernehmen wir mit bs=512kb.
Abhängig vom benötigten Speicher zählen wir die Blocksize hoch – in dem Fall werden mit count=16000 8GB allociert.
Die zu erstellende Datei soll in /var/extra abgelegt werden.

dd if=/dev/zero of=/var/extra/meine-blockdatei bs=512 count=16000

Formatieren der Datei:
Die Formatierung kann wie gewohnt vorgenommen werden.
zB:
mkfs.ext3 /var/extra/meine-blockdatei

Einhängen der Datei:
Die Datei kann nun wie gewohnt (wie zB ein ISO Abbild) gemountet werden.
mount -o loop /var/extra/meine-blockdatei /home/user

Soll das zum Systemstart stattfinden, muss auf die Reihenfolge der Mounts geachtet werden. In dem Fall muss also /var gemountet sein bevor die Datei gemountet werden soll – idR selbsterklärend.

Verwendungszwecke sind zB:
1. Zuwenig Swapspeicher definiert – Erweiterung wäre mit einer entsprechend formatierten Blockdatei möglich
2. Bedarf eines Dateisystems mit bestimmter Funktion (Beispiel Verschlüsselung)
3. Angenommen eine Platte wäre derart partitioniert, daß der größte freie Speicher auf einer zwingend „noexec“ gemounteten Platte ist – hier kann eine solche Blockdatei zB in /home/user mit exec gemountet werden.

Dieser Beitrag wurde zur Gedächnisstütze hier aufgenommen. 😉

Adobe After Effects beendet sich beim Rendern

Wer im Besitz von After Effects CS4 ist und dies auf einem aktuellen Mac mit reichlich „Dampf“ betreibt – traut seinen Augen nicht wenn AE im laufenden Betrieb beim Rendern abstürzt. Ein Haufen Geld bezahlt – und dann sowas bei der essentiellen Aufgabe des Programms.
Folgende Dinge sollten beachtet werden:

1. Regelmäßig Systemupdates einspielen – gerade mit 10.6.2 wurden Dinge gefixt, welche auch Final Cut in der Funktion beeinträchtigten.

2. Updates von Adobe selbst regelmäßig prüfen – AE sollte mind. in der Version 9.0.2 vorliegen. Sollte dem nicht so sein, dann hilft bestimmt ein Blick auf die Adobeeigene AE Seite – hier findet man das Update und entsprechende Hinweise bzgl. gefixter Dinge.

3. AE will richtig konfiguriert werden – auf der Adobe Hilfe Seite findet man einige Hinweise – es lohnt sich tatsächlich dort etwas zu stöbern wie zB Seiten bzgl. Memory oder Leistung zeigen. Ein Studium dieser wichtigen Einstellungen ist für ein gutes und schnelles Ergebnis unabdingbar!!

4. Zuletzt gibt es tatsächlich versteckte Optionen in AE – mit gedrückter Shift-Taste begibt man sich also ins Menü und wählt Bearbeiten > Voreinstellungen > Allgemein aus – hier erscheint nun tatsächlich im Dropdown Menü die Option Versteckt! Diesen Hinweis konnte ich in der allgemeinen Hilfe von Adobe nicht finden. Hier ist es möglich den Ebenencache einzustellen bzw. zu deaktivieren und zum Beispiel nach einer bestimmten Framezahl den Speicher zu leeren. Hier muss man ein wenig experimentieren um für sich den richtigen Wert zu finden. Dies jedenfalls hilft dem Speichermanagement, verlängert allerdings das Rendering etwas.

Nach Beachtung all dieser Dinge konnte AE endlich voll zum Einsatz kommen und Medien korrekt rendern.

Buttons in Eclipse reagieren nicht richtig

Ein Phänomen, welches Entwickler verdutzt – Buttons in Eclipse lassen sich nicht mehr klicken.
Der Grund: Ein Update von GTK in Debian Squeeze auf Version 2.18 mit neuen Features ist schuld an der Misere.
Einen Überblick über die Veränderung und der damit einhergehenden Möglichkeit der Abhilfe bekommt man auf der Entwicklerseite von Gnome selbst.
http://library.gnome.org/devel/gtk/2.18/gtk-migrating-ClientSideWindows.html
Hier wird die Variable GDK_NATIVE_WINDOWS vorgestellt, welche Abhilfe leisten soll.
Auf dem Gnome Blog findet sich auch ein Video, welches eine der neuen Errungenschaften von GTK 2.18 eindrucksvoll zeigt.

Bei Eclipse wird man ebenfalls fündig – Bug 291257 beschreibt dieses Problem und mögliche Abhilfen.
Wichtig sind die Hinweise die genannte Variable NICHT global zu deklarieren – sondern immer nur für die entsprechende Eclipse-Instanz. Problematisch dabei: Wer Updates macht oder den Workspace ändert muss erneut mit defekten Knöpfen rechnen. Diese Vorgänge starten nämlich Eclipse erneut so dass die zuvor gesetzte Variable nicht mehr gilt.
Mit Eclipse 3.6 soll dieses Problem spätestens behoben sein – bis dahin sollten im Zweifel Tastenshortcuts genutzt werden. 😉